Beschichtungsverfahren für keramische Beschichtungen wie APS sind oft auf oxidische Keramiken beschränkt. Die hergestellten Beschichtungen sind meist porös, was deren Schutz gegen korrosive Spezies verschlechtert. Bei präkursorabgeleiteten keramischen Schutzschichten werden Füllstoffe beigemengt, um höhere Schichtdicken zu erreichen. Dies bedeutet aber immer ein gewisses
Maß an Inhomogenität und Porosität.
Diverse präkeramische Präkursoren, sowohl oxidisch als auch nichtoxidisch, können kommerziell erworben, aber auch chemisch modifiziert oder synthetisiert werden. Als flüssiger Lack können diese beispielsweise mittels Schleuder-, Tauch- oder Sprühbeschichten auf das Substrat aufgebracht werden. Anschließend erfolgt eine schnelle thermische Behandlung. Dadurch wird der Film in eine Keramik umgewandelt, deren Eigenschaften über die Wahl des Präkursors und die thermische Behandlung eingestellt werden können. Dieser Prozess wird wiederholt bis die gewünschte Dicke erreicht ist.